Allgemeine Informationen zum Aufenthalt im Dschungel

Ara-Lecke im Manu

Ein Aufenthalt im Urwald ist eine aufregende Sache, bitte seien Sie aber darauf vorbereitet, dass die klimatischen Verhältnisse sowie die einheimische Flora und Fauna eine gewisse Resistenz verlangen. Wir beschreiben im Folgenden die größten Hindernisse, mit denen Sie bei Ihrem Aufenthalt zu rechnen haben.

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Wetter
Sie fahren in den Regenwald. Wie der Name schon sagt, müssen Sie das ganze Jahr über mit Niederschlägen rechnen, am häufigsten regnet es zwischen November und April. Die Temperaturen sind tropisch mit durchschnittlich 27 Grad Celsius, in der Regenzeit steigt das Thermometer oft auch auf 33 Grad Celsius und mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch und die Sonne scheint in der beliebtesten Reisezeit von Juni bis Oktober oft erbarmungslos vom Himmel. Gerade bei Ausflügen mit dem Boot auf dem Fluss sind Sie ihr ausgesetzt. Achten Sie auf einen Sonnenschutz mit hohen Lichtschutzfaktor ebenso wie auf eine Kopfbedeckung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr! Personen mit Kreislaufschwäche sollten darauf achten, auch mit Schutz nicht allzu lange unterwegs zu sein. In der Regenzeit wird der Boden oft sehr stark aufgeweicht, so dass Sie sich durch Schlamm und Morast fortbewegen müssen. Gummistiefel werden von den Lodges zur Verfügung gestellt.

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Insekten
Ja, es gibt Mücken, Schnaken, Kakerlaken und andere Insekten im Urwald! Achten Sie auf langärmlige Bekleidung, Sprühschutz für die Haut und Kopfbedeckungen, wenn Sie auf Wanderungen im Urwald unterwegs sind. Es kann auch sein, dass die ein oder andere Mücke oder Kakerlake ihren Weg in Ihr Zimmer findet. Verfallen Sie bitte nicht in Panik!

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Impfschutz
Hier erlauben wir uns die Seiten des Auswärtigen Amtes zu zitieren:
Bei Reisen in die ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiete Perus, insbesondere für das gesamte peruanische Amazonasgebiet ist prinzipiell allen Reisenden ab dem vollendeten 9. Lebensmonat eine rechtzeitige Impfung, d.h. 10 Tage vor Einreise, dringend zu empfehlen. Aus Peru kommend kann die Impfung bei Weiterreise in ein Drittland verlangt werden.Weder bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (häufig die Nachbarstaaten) noch bei direkter Einreise aus Deutschland ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung derzeit nach Auskunft der peruanischen Einreisebehörden vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern Röteln (MMR) und Influenza.
Als Reiseimpfungen werden zudem Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

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Malaria
Hier erlauben wir uns erneut die Seiten des Auswärtigen Amtes zu zitieren:
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender dämmerungs- und nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Personen nicht selten tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig. Ein geringes Risiko besteht im ganzen Land unter 2000 m, v.a. in Ayacucho, Junín, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Puerto Maldonado und in Iquitos. Je nach Reiseprofil kann eine Standby-Medikation mit Chloroquin bzw. allenfalls im Einzelfall auch eine Chemoprophylaxe sinnvoll sein, deren Auswahl unbedingt vor der Reise mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden sollte. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
• den ganzen Körper bedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
• Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufzutragen,
• ggf. unter einem Moskitonetz zu schlafen.

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Tiere
Der Amazonasdschungel ist keine Afrika-Safari. Sie werden nicht an jeder Ecke ein Säugetier sehen, dass ideal vor Ihrer Kamera posiert. Der Urwald ist dicht bewachsen und bietet hervorragenden Schutz für die Tiere. Sie werden wahrscheinlich viele Tiere hören, aber nur einen Bruchteil wirklich zu Gesicht bekommen. Affen und Faultiere sind am einfachsten zu sehen, schwieriger wird es bei Nabelschweinen und Jaguaren. Aras, Papageien und Stärlinge werden Ihre ständigen Begleiter sein und Pirañas wird Ihnen Ihr Guide mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Fluss fischen! Genießen Sie die Selva in seiner Ursprünglichkeit und lassen Sie Ihren Aufenthalt nicht zu einer frustrierten Jagd nach Fotomotiven verkommen!

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Naturschutz
Achten Sie bitte darauf, dass Sie sich in Naturschutzgebieten befinden. Die hier lebenden Tiere und Pflanzen sind geschützt und dürfen nicht aus ihrem natürlichen Habitat entfernt werden. Die Ausfuhr von Federn und Fellen ist generell verboten und steht unter Strafe!

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Unterkünfte
Die Urwald-Lodges, in denen Sie untergebracht sind, wurden aus natürlichen Materialien (Holz) gebaut und funktionieren nach ökologischen Gesichtspunkten. Das bedeutet, dass es weder heißes Wasser noch Strom gibt. Ein Generator wird oft zwischen 18.00 Uhr und 22.00 Uhr angestellt, so dass Sie Ihre Kameras aufladen können. Der Aufenthalt ist authentisch, Sie fühlen sich wie ein Teil des Urwaldes. Eine Seite Ihres Zimmers ist oft nur mit Gage bedeckt, so dass Sie vom Bett aus in den Dschungel sehen und nach Tieren Ausschau halten können. Die Zimmer sind rustikal, aber komfortabel. Sie haben ein eigenes Bett mit Matratze, Kopfkissen und Decke sowie einem Moskitonetz, dass Sie nachts zuziehen können. Ein eigenes Bad sowie eine kalte Dusche gehören mittlerweile zur Standardausstattung.

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Verpflegung
Ihre Ausflugsoptionen sind stets mit Vollverpflegung. Zum Frühstück gibt es Kaffee, Tee und frische Fruchtsäfte, Brot und Brötchen, Marmelade, Butter, manchmal Müsli, Joghurt, Rührei und/oder Fruchtsalat. Sowohl zum Mittag- als auch Abendessen werden Ihnen sowohl internationale Gerichte als auch nationale und lokale Spezialitäten (Fisch, Obst und Gemüse) serviert. Eine Mahlzeit besteht aus Vor- und Hauptspeise, Nachtisch und Getränk. Wenn Sie es wünschen, können Sie zu jeder Zeit Tee oder Kaffee bekommen. Abgekochtes Wasser zum Auffüllen Ihrer Flaschen steht ebenfalls 24 Stunden zur Verfügung.